Doktorrand Roman Gruden (links) mit
Abteilungsleiter Andreas Buchholz im Labor der Firma Seuffer

Waschmittelmengenoptimierung durch neuen SEUFFER-Sensor

Vielen in Calw und Umgebung ist die Firma Seuffer mit Sitz in Calw-Hirsau durchaus bekannt. Und auch als Ausbildungsbetrieb ist sie mehr als gefragt, zumal dort in fünf verschiedenen Lehrberufen ausgebildet wird. Häufig sind dort auch Studenten anzutreffen, die an der Dualen Hochschule in Horb ihre Ausbildung absolvieren, ebenso werden regelmäßig Bachelor- oder Master-Arbeiten zu unterschiedlichsten Themen vergeben.

Nun hat in den vergangenen drei Jahren zum ersten Mal ein Doktorand seine Dissertation bei Seuffer erstellt. Roman Gruden promovierte zum Thema ‚Entwicklung von multifunktionalen Sensoren und Verfahren zur elektrochemischen Analyse wässriger Lösungen‘. Was zunächst sehr abstrakt klingt, ist für den alltäglichen Bedarf äußerst wichtig und sinnvoll. „Bei der heutigen Technik wird bei Waschmaschinen nie die optimale Menge an Waschmitteln eingesetzt“, erklärt Doktorand Roman Gruden. „Im Zuge meiner Dissertation habe ich einen Sensor entwickelt, der Wasserhärte, Verschmutzungsgrad und Waschmittelmenge überwacht und analysiert und so dafür sorgt, dass immer die optimale Menge an Waschmittel zugeführt wird. Dies führt zum einen dazu, dass weniger Waschmittel, Wasser und Energie verbraucht wird, zum anderen aber auch dazu, dass das Waschergebnis optimiert wird.“

Der Prototyp ist schon seit einiger Zeit fertig und funktioniert einwandfrei, aber bis zur Serienreife werden wohl noch ein paar Jahre vergehen.

Wie wichtig diese Entwicklung weltweit von Forschern und Technikern eingeschätzt wird, sieht man an den Vorträgen, die Gruden dazu in den letzten Monaten gehalten hat. So referierte er nicht nur bei Fachkongressen in Chemnitz und Nürnberg, sondern auch in Tunesien, Japan, Neuseeland und Barcelona. „Meistens werden Dissertationen an Universitäten oder in Großunternehmen erstellt. Es ist schon etwas Besonderes, dass ein mittelständisches Unternehmen wie Seuffer eine solche Industriepromotion ermöglicht. Dies war nur möglich, weil der Bereich Forschung und Entwicklung sehr gute Kontakte zu Universitäten und Forschungsinstituten unterhält. Und dass ich im Zuge meiner Arbeit in der ganzen Welt unterwegs sein würde, hätte ich am Anfang auch nicht gedacht. Ich bin für die Erfahrungen und Erlebnisse aber sehr dankbar“, resümiert Gruden. Demnächst wird ihm nun die Doktorwürde verliehen.